| zu vermeiden: |
Begründung |
Vorschläge |
der/die Invalide
invalid |
bedeutet: der/die Unwerte,
Ungültige unwert, ungültig,
Die Behinderung wird
dadurch negativ besetzt und in den Mittelpunkt gesetzt,
die Person selbst wird nebensächlich.
Der Begriff stammt aus
dem 18. Jahrhundert, als kriegsverletzte Überlebende so
genannt wurden.
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Der Begriff „Behinderung“ und
“Menschen mit Behinderungen“
hat sich durchgesetzt und ist politisch korrekt.
auch möglich: (von einer Behinderung) betroffen |
| generelle Verwendung der männlichen Form |
Der geschlechtsspezifische
Sprachgebrauch hat sich etabliert.
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- Rollstuhlfahrer –
Rollstuhlfahrerin
- RollstuhlfahrerInnen
- ParaplegikerIn – Paraplegiker
- Gehbehinderte – Gehbehinderter
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| normal
– behindert |
Was in einer Gesellschaft als
Norm definiert wird, ist relativ. |
- Nichtbehinderte
- Menschen ohne Behinderung
- RollstuhlfahrerInen
- FussgängerInen
- Blinde - Sehende
- Gehörlose - Hörende
- usw.
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| an den Rollstuhl gefesselt
/ gebunden |
Niemand wird tatsächlich an
einen Rollstuhl gefesselt oder gebunden! Der Rollstuhl ist
ein Hilfsmittel, welches aktive Teilnahme am öffentlichen
Leben ermöglicht. |
- den Rollstuhl benutzen
- sich im Rollstuhl fortbewegen
- Rollstuhlfahrer /-in
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leiden unter (einer Behinderung)
ein Leiden haben
|
Der Begriff impliziert eine
schwierige, schmerzvolle Situation und definiert Menschen
mit Behinderungen auf einer rein medizinischen Ebene. |
mit einer Behinderung
leben
von einer Behinderung
betroffen sein
|
| blind bedeutet nicht: dunkel, schwarz,
ohne Licht, ewige Dunkelheit usw. |
Blinde Menschen haben ganz unterschiedliche
Wahrnehmungen in Bezug auf hell oder dunkel. Zudem verfügen
sie über sehr differenzierte Wahrnehmung mittels Tasten
und Gehör. |
vom Gebrauch der Assoziation zwischen
blind und dunkel, etc absehen. |
Taubstumme
taubstumm |
Menschen
mit einer Hörbehinderung sind deswegen nicht stumm. Die einen
kommunizieren mittels Gebärdensprache, die anderen über die
Lautsprache.
Moderne Technologien wie Internet / E-Mail / SMS oder Untertitelung
im Fernsehen usw. sind weitere Kommunikations-Hilfsmittel
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- Gehörlose
- Schwerhörige
- Menschen mit Hörbehinderung
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| Geistesschwäche Geisteskrankheit |
überholte Bezeichnung,
trotzdem im ZGB: (Vormundschaftsrecht) und in der Bundesverfassung
(politische Rechte) noch verwendet. |
geistige Behinderung
psychische Behinderung
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Mongoloide
mongoloid |
Zwischen den weltweit mit Downsyndrom lebenden
Menschen und den Men-schen aus der Mongolei besteht sachlich
kein Zusammenhang.
Hat einen rassistischen Hintergrund, wird
oft als Schimpfwort verwendet.
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Downsyndrom (nach Dr. Down) oder
Trisonomie 21
(Syndrome werden wissenschaftlich entweder
nach deren EntdeckerInnen oder durch einen fachspezifischen
Ausdruck benannt.)
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| Bedürfnisse, Wünsche |
Wünsche und Bedürfnisse sind dem
privaten Bereich zuzuordnen. In der Öffentlichkeit dürfen
Menschen mit Behinderungen nicht länger als BittstellerInnen
angesehen werden. |
rechtliche, gesellschaftliche oder
politische Forderungen. |